Was den Dienstplan in der Radiologie aufwendig macht
Ob Institut für Radiologie im Kantonsspital, Radiologie eines Spitalverbunds mit mehreren Häusern oder privates Röntgeninstitut: Der Dienstplan muss CT, MRI, Ultraschall, Mammografie, konventionelles Röntgen und Intervention besetzen, mit Ärztinnen und Ärzten, deren Qualifikationen nicht austauschbar sind. Dazu kommen die Nachtdienste der Assistenzärztinnen und -ärzte, das Pikett der Kaderärztinnen und Kaderärzte, Wünsche und Absenzen. In einer Excel-Tabelle kostet jede neue Fassung Tage, und warum jemand wo eingeteilt ist, weiss später niemand mehr. MTRA, Sekretariat und Empfang müssen im selben Takt mitgehen.
Arbeitsplätze je Standort und Modalität besetzen, auch wenn Ärztinnen und Ärzte zwischen Häusern wechseln
Pikett-Tage jeder Kaderärztin und jedes Kaderarztes in rollenden vier Wochen zählen
bei Krankheit oder einem MRI in der Wartung rasch eine qualifizierte Vertretung finden
Nachtdienste, Pikett, Wochenenden und Feiertage nach Pensum nachvollziehbar verteilen
Mit Momentum
Was Momentum einem Radiologie-Team bringt
ein Dienstplan über alle Standorte und Modalitäten, mit Ärztinnen, Ärzten, MTRA, Sekretariat und Empfang
Vorschläge für qualifizierte, verfügbare Vertretungen, sobald jemand ausfällt
Zähler für Nachtdienste, Pikett, Wochenenden und Feiertage, für das ganze Team einsehbar
Pläne, die nur dreimal im Jahr neu generiert werden (CIM Les Cèdres, Saint-Malo, Frankreich, 18 Radiologinnen und Radiologen, Kunde seit 2014)
«Seit Momentum sind die automatische Planung der Arbeitsplätze und das Umplanen der Ärztinnen und Ärzte, zwischen ihren Arbeitsplätzen wie von einem Standort zum anderen, viel schneller und sehr einfach einzuarbeiten. Auch die Kommunikation der Pläne läuft sehr flüssig.»
Spitalradiologie und Röntgeninstitut: zwei Planungswelten
Im Spital plant das Institut für Radiologie neben dem Tagesbetrieb Nachtdienste im Haus und Pikett von zu Hause. Für Spitäler und Kliniken gelten Sonderbestimmungen der Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz (Art. 15 ArGV 2), etwa zur Ruhezeit, zur Nachtarbeit und zur Interventionszeit beim Pikett. Beim CHIREC in Belgien plante die Radiologie bereits mit Momentum, bevor die Notfallstation Ende 2024 folgte (Fallstudie, Mai 2025).
Im privaten Institut stehen Standorte, Öffnungszeiten und Geräte im Vordergrund. Für Arzt- und Zahnarztpraxen sieht die ArGV 2 nur vor, dass Nacht- und Sonntagsarbeit ohne Bewilligung möglich ist, soweit Notfalldienste aufrechtzuerhalten sind (Art. 18 ArGV 2); die übrigen Sonderbestimmungen für Spitäler gelten dort nicht. Ob Ihr Institut als Praxis oder als Klinik gilt, klärt im Zweifel das kantonale Arbeitsinspektorat. In Momentum hinterlegen Sie für jedes Team die Regeln, die dort gelten.
Arbeitsplätze nach Standort und Modalität
Jedes Haus und jeder Standort behält seine Vorlagen: Geräte, Öffnungszeiten, Vormittag und Nachmittag. Welche Arbeitsplätze einer Radiologin oder einem Radiologen vorgeschlagen werden, hängt von den hinterlegten Qualifikationen ab, etwa Mammadiagnostik, Intervention, muskuloskelettales MRI oder Kinderradiologie. Wer keine Mammografie befundet, kommt dort nicht in den Plan.
Für die Fachpersonen für medizinisch-technische Radiologie (MTRA) gilt dasselbe: Qualifikationen je Modalität, ein Stammstandort und, je nach Regel, ein fester Platz an einem Haus oder der Wechsel zwischen mehreren.
Nachtdienst, Pikett und Teleradiologie
Beim Pikett sind höchstens sieben Tage in vier Wochen erlaubt, danach folgen zwei Wochen ohne Pikett (Art. 14 Abs. 2 ArGV 1). Kommen wegen der Einsätze keine vier Stunden Ruhe am Stück zustande, folgen nach dem letzten Einsatz 11 Stunden Ruhezeit (Art. 19 Abs. 3 ArGV 1).
Muss die Interventionszeit im Spital aus zwingenden Gründen kürzer als 30 Minuten sein, gibt es eine Zeitgutschrift von 10 % der inaktiven Pikettzeit, und es bleibt bei höchstens sieben Pikett-Tagen in vier Wochen (Art. 8a Abs. 2 und 4 ArGV 2). Wer das Spital nicht verlassen darf, leistet laut SECO Bereitschaftsdienst, der vollständig als Arbeitszeit zählt. Auch Arbeit, die während eines Piketts zu Hause ohne Anfahrt anfällt, etwa am Telefon, gilt laut SECO als Arbeitszeit.
In Momentum sind Nachtdienst, Pikett und Teleradiologie eigene Dienstlinien mit eigenen Regeln und Zählern. Befundung aus der Ferne wird wie jeder andere Arbeitsplatz geplant, auf Wunsch mit einer eigenen Linie je Kundenspital.
Krankheit, Gerätestillstand, geschlossener Standort
Fällt jemand kurzfristig aus, ist ein MRI in der Wartung oder bleibt ein Standort einen halben Tag zu, schlägt Momentum für die betroffenen Arbeitsplätze Vertretungen vor, die qualifiziert und verfügbar sind, und berücksichtigt dabei die Zähler. Die Leitung entscheidet; wer betroffen ist, erfährt es auf dem Smartphone.
Faire Verteilung im Team und unter Partnern
Nachtdienste, Pikett, Samstage, Feiertage und belastende Arbeitsplätze laufen je Person in Zählern, die das ganze Team sieht. Listen zu Fairness, gearbeiteten Feiertagen und Pikett kommen direkt aus Momentum, statt am Jahresende von Hand nachgerechnet zu werden.
Pensen, Wünsche und Vertretungen werden auf dieser Grundlage eingeplant, nicht an ihr vorbei.
Ferien, Stunden und Lohnexport
Ferien, Absenzen und Wünsche erfassen Ärztinnen, Ärzte und MTRA selbst, in der App für iPhone und Android oder im Browser. Der publizierte Plan steht auf dem Smartphone, und jede Änderung, die eine Person betrifft, löst eine Benachrichtigung aus.
Die Stunden der Angestellten und ihre Zeiterfassung führen Sie im selben Werkzeug; die Lohnbuchhaltung erhält einen Export ohne erneute Eingabe. Ob und wie sich Ihre übrigen Systeme anbinden lassen, klären wir im Gespräch.
Aus der Praxis
IRIS GRIM, heute IRIMED, in Nantes plante mit Momentum 45 Radiologinnen und Radiologen und 240 weitere Fachpersonen an acht Praxisstandorten und an den Grossgeräten von vier Kliniken (Fallstudie 2022). CIM Les Cèdres in Saint-Malo (Frankreich) ist seit 2014 Kunde. Insgesamt planen mehr als 250 Gesundheitseinrichtungen an über 1000 Standorten in 9 Ländern mit Momentum.
Häufige Fragen
Ersetzt Momentum das RIS oder das PACS?
Nein. Momentum plant, wer wann an welchem Standort und an welcher Modalität arbeitet. Welche Untersuchung wohin geht, bleibt in RIS und PACS; Momentum verarbeitet nur Planungsdaten, keine Patientendossiers.
Wie viele Pikett-Tage sind in der Radiologie erlaubt?
Höchstens sieben Tage in vier Wochen, danach zwei Wochen ohne Pikett (Art. 14 Abs. 2 ArGV 1). Bis zu 14 Tage sind nur ausnahmsweise möglich, wenn Grösse und Struktur des Betriebs nicht genug Personal zulassen und im Jahresdurchschnitt höchstens fünf Einsätze pro Monat anfallen (Art. 14 Abs. 3 ArGV 1). Im Spital entfällt diese Ausnahme, wenn die Interventionszeit aus zwingenden Gründen kürzer als 30 Minuten ist (Art. 8a Abs. 4 ArGV 2).
Lassen sich mehrere Spitäler oder Standorte in einem Dienstplan führen?
Ja. Ein Dienstplan deckt alle Häuser und Standorte ab, und jeder behält seine Vorlagen, Modalitäten und Öffnungszeiten. Ob und wie Ärztinnen, Ärzte und MTRA zwischen den Standorten wechseln, legen Ihre Regeln fest.
Werden MTRA, Sekretariat und Empfang mitgeplant?
Ja. Ärztinnen und Ärzte, MTRA, Sekretariat und Empfang stehen im selben Werkzeug, jede Berufsgruppe mit ihren Qualifikationen, Verträgen und Regeln.
Kann Teleradiologie in der Nacht mitgeplant werden?
Ja. Befundung aus der Ferne wird wie jeder andere Arbeitsplatz geplant und zählt in denselben Zählern. Welche Untersuchungen wohin gehen, bleibt in Ihrem RIS, PACS oder Ihrer Teleradiologie-Plattform.
Gilt das Arbeitsgesetz im privaten Röntgeninstitut?
Für die Angestellten ja: Das Gesetz gilt für private Betriebe mit Arbeitnehmenden (Art. 1 ArG), ausser für Personen mit höherer leitender Tätigkeit (Art. 3 Bst. d ArG); in Spitälern sind das laut SECO in der Regel nur Chefärztinnen und Chefärzte. Gilt Ihr Institut als Arztpraxis, greift von den Sonderbestimmungen der ArGV 2 nur die Befreiung von der Bewilligungspflicht für Nacht- und Sonntagsarbeit, soweit Notfalldienste aufrechtzuerhalten sind (Art. 18 ArGV 2).
