Anästhesiologie

Dienstplan Anästhesie: Bereitschaft, Pikett und Ruhezeiten

Bereitschaft im Haus, Pikett, IPS und Sprechstunde: der Dienstplan der Anästhesie nach Ihren Regeln, mit Ruhezeiten und Zählern.

Datumsansicht von Momentum: eine Woche Dienstplan für Klinik, Radiologie und Teleradiologie, mit einem nicht zugewiesenen Dienst und einem offenen Ferienantrag

Was den Dienstplan der Anästhesie schwierig macht

Ein Dienstplan der Anästhesie verbindet mehrere Dienstformen: die Bereitschaft der Assistenzärztinnen und -ärzte im Haus, das Pikett der Oberärztinnen, Oberärzte und Leitenden Ärztinnen und Ärzte im Hintergrund, je nach Spital dazu Intensivstation (IPS) und Geburtshilfe. Jede hat eigene Zeiten und Teilnehmende, und nach jeder Nacht muss die Ruhezeit im Plan stehen. Ein Tausch am Donnerstag kann am Freitag eine Ruhezeit verletzen oder einen achten Pikett-Tag in vier Wochen ergeben, ohne dass es jemand merkt. Und am Ende soll das ganze Team sehen, dass Nächte, Wochenenden und Feiertage nach Pensum fair verteilt sind.

Bereitschaft im Haus und Pikett im Hintergrund so planen, dass jede Nacht gedeckt ist

Ruhezeit nach Nachtdiensten und nach Piketteinsätzen einplanen

sieben Pikett-Tage in vier Wochen je Kaderärztin und Kaderarzt im Blick behalten

Nächte, Wochenenden, Feiertage und Anästhesiesprechstunde nach Pensum verteilen

Mit Momentum

Was sich für die Dienstplanung der Anästhesie ändert

Bereitschaft, Pikett, IPS und Tagdienste in einem einzigen Plan

Ihre Ruhezeitregeln bei jeder Planerstellung angewandt; eine manuelle Änderung, die sie verletzt, löst eine Warnung aus

Zähler für Nächte, Pikett, Wochenenden und Anästhesiesprechstunde, für das ganze Team einsehbar

auf der Notfallstation des CHIREC (Belgien) bis zu 90 % weniger Aufwand für die Dienstplanung (Fallstudie, Mai 2025)

«Heute ist alles an einem Ort und über das Internet zugänglich. Als Momentum-Administrator für die Notfallmedizin muss ich mich nur anmelden, um alle Anfragen der Ärztinnen und Ärzte zu sehen und meine Dienstpläne zu verwalten.»
Dr. Thomas Boishardy, Spitalarzt und Dienstplanverantwortlicher der Notfallmedizin, CHU d’Angers, Frankreich (Fallstudie 2023; aus dem Französischen übersetzt)

Bereitschaft im Haus und Pikett im Hintergrund in einem Plan

Bereitschaft der Assistenzärztinnen und -ärzte im Haus, Pikett der Kaderärztinnen und Kaderärzte, IPS, Geburtshilfe: In Momentum bekommt jede Dienstform eigene Zeiten, Teilnehmende und Regeln. Alle stehen im selben Plan wie die Tagdienste, und eine separate Pikettliste zum Abgleichen gibt es nicht mehr.

Wer das Spital nicht verlassen darf, leistet laut SECO Bereitschaftsdienst: Er zählt vollständig als Arbeitszeit, auch ohne Einsatz. Muss das Pikett wegen einer kurzen Interventionszeit im Spital geleistet werden, gilt ebenfalls die ganze Zeit als Arbeitszeit (Art. 8a Abs. 3 ArGV 2).

Ruhezeit nach dem Nachtdienst

Die tägliche Ruhezeit beträgt 11 Stunden am Stück (Art. 15a Abs. 1 ArG); im Spital darf sie bis auf 9 Stunden sinken, wenn sie im Durchschnitt von zwei Wochen 12 Stunden beträgt (Art. 9 ArGV 2). Wer im Spital Nachtdienst in einem Zeitraum von 12 Stunden leistet, hat danach Anspruch auf mindestens 12 Stunden Ruhezeit (Art. 10 Abs. 2 ArGV 2).

Die Ruhezeitregeln Ihrer Klinik hinterlegen Sie einmal. Momentum wendet sie bei jeder Planerstellung an und zeigt eine Warnung, wenn eine manuelle Änderung jemanden in seine Ruhezeit setzt. Der Verlauf der Ruhezeiten bleibt einsehbar.

Pikett der Kaderärztinnen und Kaderärzte

Höchstens sieben Pikett-Tage in vier Wochen, danach zwei Wochen ohne Pikett (Art. 14 Abs. 2 ArGV 1). Einsätze dürfen die tägliche Ruhezeit unterbrechen; der Rest wird danach nachgewährt, und kommen keine vier Stunden Ruhe am Stück zustande, folgen nach dem letzten Einsatz 11 Stunden (Art. 19 Abs. 3 ArGV 1). Ist die Interventionszeit aus zwingenden Gründen kürzer als 30 Minuten, gibt es eine Zeitgutschrift von 10 % der inaktiven Pikettzeit (Art. 8a Abs. 2 ArGV 2).

Jede Person hat in Momentum einen Pikettzähler, der nach jedem Tausch stimmt; wer sich der Grenze von sieben Tagen nähert, fällt der Planung früh auf. Pikettzulagen regelt laut SECO nicht das Arbeitsgesetz, sondern der Arbeitsvertrag oder der Gesamtarbeitsvertrag; deshalb steht jeder Pikettdienst eindeutig im Plan und im Export an die Lohnbuchhaltung.

Anästhesiesprechstunde, Qualifikationen und Weiterbildung

Anästhesiesprechstunde und andere Tagesaufgaben verteilen Sie nach Ihren Regeln über Quartal oder Jahr, und alle sehen ihren eigenen Stand. Qualifikationen begrenzen die Einteilung: Wer die nötige Qualifikation für einen Dienst nicht hat, wird dafür nicht vorgeschlagen.

Assistenzärztinnen und -ärzte in Weiterbildung zum Facharzttitel Anästhesiologie (SIWF), oft mit Rotationen auf die IPS, planen Sie als eigene Gruppe mit eigenen Diensten und Regeln, im selben Plan wie das Kader. Pflichtweiterbildung zählt als Arbeitszeit (Art. 13 Abs. 4 ArGV 1); laut SECO gilt das für die Aus- und Weiterbildung, die nötig ist, um einen Facharzttitel zu erwerben oder zu behalten.

Fairness nach Pensum, mit Zählern

Nächte, Wochenenden, Feiertage, Pikett, Anästhesiesprechstunde: Jeder Zähler ist für das Team sichtbar, und die Verteilung nach Pensum richten Sie einmal ein. Entscheide stützen sich auf gemeinsame Zahlen statt auf das Gedächtnis der Planenden. Wünsche und die Regeln des Hauses kommen hinzu, ohne diese Grundlage zu ersetzen.

Ferien, Dienstbörse, App und Lohnexport

Ferien, Verfügbarkeiten und Wünsche erfassen Ärztinnen und Ärzte in der App für iPhone und Android. Über die Dienstbörse übernehmen sie freie Dienste, Tausche schlagen sie direkt vor, und jede Anfrage bleibt nachvollziehbar. Bevor die Planung bewilligt, sieht sie die Wirkung auf den Plan.

Den publizierten Plan synchronisieren alle mit ihrem persönlichen Kalender, und wer von einer Änderung betroffen ist, wird benachrichtigt. Geleistete Stunden, Überstunden und Ferien laufen im selben Werkzeug; die Lohnbuchhaltung erhält einen Export ohne erneute Eingabe.

Aus der Praxis

Am CHU d’Angers in Frankreich war Momentum bereits in der Anästhesie im Einsatz, als die Notfallmedizin dazukam; diese plant damit 52 Ärztinnen und Ärzte zwischen Notfallstation und SAMU, Kunde seit 2021 (Fallstudie 2023). Insgesamt planen mehr als 250 Gesundheitseinrichtungen an über 1000 Standorten in 9 Ländern mit Momentum, seit mehr als 15 Jahren.

Häufige Fragen

Ersetzt Momentum das Anästhesie-Informationssystem?

Nein. Momentum plant, wer wann welchen Dienst leistet. Anästhesieprotokoll und klinische Daten bleiben in Ihren klinischen Systemen; Momentum verarbeitet nur Planungsdaten, keine Patientendossiers.

Wie plant Momentum Pikettdienste in der Anästhesie?

Pikett ist eine eigene Dienstlinie mit eigenen Teilnehmenden, Regeln und Zählern. Höchstwerte pro Zeitraum, etwa sieben Pikett-Tage in vier Wochen nach Art. 14 Abs. 2 ArGV 1, richten Sie einmal ein, und Momentum wendet sie bei jeder Planerstellung an.

Wie viel Ruhezeit gilt nach einem Nachtdienst im Spital?

Grundsätzlich 11 Stunden am Stück (Art. 15a Abs. 1 ArG); im Spital darf sie bis auf 9 Stunden sinken, wenn sie im Durchschnitt von zwei Wochen 12 Stunden beträgt (Art. 9 ArGV 2). Nach einem Nachtdienst in einem Zeitraum von 12 Stunden sind es mindestens 12 Stunden (Art. 10 Abs. 2 ArGV 2).

Gilt das Arbeitsgesetz auch für Oberärztinnen und Oberärzte?

In einem Spital, das dem Arbeitsgesetz untersteht, ja. Ausgenommen sind Personen mit höherer leitender Tätigkeit (Art. 3 Bst. d ArG), laut SECO in der Regel nur Chefärztinnen und Chefärzte. In öffentlichen Spitälern, die vom Gesetz ausgenommen sind, gelten seine Arbeits- und Ruhezeitvorschriften nur für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte (Art. 4a ArGV 1).

Kann die Anästhesiepflege im selben Plan stehen?

Ja. Ärztinnen und Ärzte sowie die Expertinnen und Experten Anästhesiepflege werden im selben Werkzeug geplant, jede Gruppe mit eigenen Regeln. Eine Änderung bei den Ärztinnen und Ärzten ist sofort auch für die Pflege sichtbar.

Wie läuft die Einführung?

Eine Projektleiterin oder ein Projektleiter von Momentum richtet mit Ihnen in regelmässigen Terminen die Regeln der Klinik ein und begleitet die ersten Pläne. Am CHU d’Angers war Momentum zuerst in der Anästhesie im Einsatz, die Notfallmedizin kam später dazu (Fallstudie 2023).