Notfallmedizin

Dienstplanung Notfall: Schichten, Pikett und Ruhezeiten

Dienstplanung für den Notfall nach Ihren Regeln: von der Nachtschicht bis zum Pikett, mit Zählern, die bei jedem Tausch stimmen.

Datumsansicht von Momentum: eine Woche Dienstplan für Klinik, Radiologie und Teleradiologie, mit einem nicht zugewiesenen Dienst und einem offenen Ferienantrag

Warum der Dienstplan der Notfallstation so viel Zeit kostet

Eine interdisziplinäre Notfallstation ist an 365 Tagen rund um die Uhr ärztlich besetzt. Jede Schicht braucht Assistenz- und Oberärztinnen oder -ärzte mit der passenden Qualifikation, oft auch Assistenzärztinnen und -ärzte, die für einige Monate aus anderen Kliniken auf den Notfall rotieren. Nächte, Wochenenden und Feiertage müssen reihum gehen, nach jedem Dienst kommt die Ruhezeit, und im Hintergrund steht eine Kaderärztin oder ein Kaderarzt auf Pikett. Auf der Notfallstation des CHIREC in Belgien kostete ein Monatsplan auf Papier und in Excel vor Momentum 4 Tage (Fallstudie, Mai 2025).

jede Schicht rund um die Uhr besetzen, auch wenn die Rotationen wechseln

Nächte, Wochenenden und Feiertage nach Pensum fair und überprüfbar verteilen

Ruhezeiten, 50-Stunden-Grenze und Pikett-Tage auch nach einem Tausch einhalten

Ferien, Wünsche und Teilzeitpensen einplanen, ohne den Plan neu aufzusetzen

Mit Momentum

Was sich für die Leitung der Notfallstation ändert

4 bis 5 Stunden statt 4 Tage für einen Monatsplan (Notfallstation des CHIREC, Belgien, Fallstudie Mai 2025)

bis zu 90 % weniger Aufwand für die Dienstplanung, laut derselben Fallstudie

90 bis 100 % Zufriedenheit im Team, laut derselben Fallstudie

Zähler für Nächte, Wochenenden, Feiertage und Pikett, für das ganze Team einsehbar

«Ich empfehle Momentum aus drei wichtigen Gründen: die Zeitersparnis, der Zugriff auf die Dienstpläne in Echtzeit von überall und die Fähigkeit des Tools, möglichst viele individuelle Vorgaben zu erfüllen. Von Hand ist das nicht möglich.»
Dr. Frédéric Cavallotto, Leiter der Notfallstation, Hôpital de Braine-l’Alleud, Groupe CHIREC, Belgien (Fallstudie, Mai 2025; aus dem Französischen übersetzt)

Schicht, Bereitschaft oder Pikett

Bereitschaftsdienst im Spital zählt laut SECO vollständig als Arbeitszeit, auch ohne Einsatz, und danach ist die tägliche Ruhezeit zu gewähren. Beim Pikett von zu Hause zählen die Einsätze und der Arbeitsweg (Art. 15 Abs. 2 ArGV 1).

In Momentum bilden Sie Früh-, Spät- und Nachtschicht, Bereitschaft im Haus und Hintergrund auf Pikett so ab, wie Ihre Notfallstation heute arbeitet. Grundlage sind Ihre Vorlagen, kein fixes Schichtmodell.

Nachtdienst und Ruhezeiten nach Arbeitsgesetz

Nachtarbeit dauert grundsätzlich höchstens neun Stunden innerhalb von zehn (Art. 17a Abs. 1 ArG). Im Spital ist ein Zeitraum von zwölf Stunden möglich, wenn danach mindestens zwölf Stunden Ruhezeit folgen, eine Gelegenheit zum Hinlegen besteht und höchstens zehn Stunden mit grossem Anteil reiner Präsenzzeit oder höchstens acht Stunden tatsächlich gearbeitet wird; im zweiten Fall zählen alle zwölf Stunden als Arbeitszeit (Art. 10 Abs. 2 ArGV 2).

Die tägliche Ruhezeit beträgt 11 Stunden am Stück (Art. 15a Abs. 1 ArG). Im Spital darf sie bis auf 9 Stunden sinken, wenn sie im Durchschnitt von zwei Wochen 12 Stunden beträgt (Art. 9 ArGV 2). Momentum wendet Ihre Ruhezeitregeln bei der Planerstellung an und warnt, wenn eine manuelle Änderung jemanden in eine Ruhezeit setzt.

Jede Linie besetzt, bevor der Plan publiziert wird

Für jede Dienstlinie legen Sie Zeiten, Qualifikation und Zahl der Ärztinnen und Ärzte fest: Früh-, Spät- und Nachtschicht, Hintergrund, Notfallpraxis. Bei der Planerstellung prüft Momentum, ob jede Linie besetzt ist; eine Lücke zeigt sich vor der Publikation und nicht erst um drei Uhr nachts.

Teilen sich die Notfallstation und andere Bereiche dieselben Ärztinnen und Ärzte, verhindert ein gemeinsamer Plan Doppeleinteilungen. Am CHU d’Angers (Frankreich), Kunde seit 2021, sind so 52 Notfallärztinnen und -ärzte in einem Plan, die ihre Zeit zwischen Notfallstation und SAMU, dem französischen Rettungsdienst, teilen (Fallstudie 2023).

Nächte, Wochenenden, Feiertage: fair nach Pensum

Momentum zählt jede Nacht, jedes Wochenende und jeden Feiertag je Person und zeigt die Zähler dem ganzen Team. Verteilt wird nach Ihren Regeln und im Verhältnis zum Pensum.

Bei Schichtarbeit mit Nachtarbeit verlangt das Arbeitsgesetz grundsätzlich, dass alle gleichmässig an Tages- und Nachtarbeit Anteil haben (Art. 25 Abs. 2 ArG), und im Spital sind mindestens 12 freie Sonntage im Kalenderjahr zu gewähren (Art. 12 Abs. 2 ArGV 2). Auf der Notfallstation des CHIREC gilt die Verteilung im Team seither als gerechter, und es braucht deutlich weniger E-Mails zur Abstimmung (Fallstudie, Mai 2025).

Pikett der Kaderärztinnen und Kaderärzte

Den Hintergrund leisten Oberärztinnen, Oberärzte und Leitende Ärztinnen und Ärzte oft auf Pikett: höchstens sieben Tage in vier Wochen, danach zwei Wochen ohne Pikett (Art. 14 Abs. 2 ArGV 1). Kommen wegen der Einsätze keine vier Stunden Ruhe am Stück zustande, folgen nach dem letzten Einsatz 11 Stunden Ruhezeit (Art. 19 Abs. 3 ArGV 1).

In Spitälern, die dem Arbeitsgesetz unterstehen, gelten diese Regeln für alle Ärztinnen und Ärzte ausser jenen mit höherer leitender Tätigkeit (Art. 3 Bst. d ArG), laut SECO in der Regel nur Chefärztinnen und Chefärzte. In Momentum hat jede Person einen Pikettzähler, der bei jedem Tausch aktuell bleibt.

Ferien, Wünsche, Tausch und App

Den Plan sehen Ärztinnen und Ärzte in der App oder im Browser. Dort erfassen sie Ferien und Wünsche, schlagen Tausche vor und erhalten eine Benachrichtigung, sobald sich ein Dienst ändert, der sie betrifft. Vor dem Bewilligen sieht die Leitung, was eine Anfrage im Plan bewirkt. Bestätigte Stunden gehen per Export an die Lohnbuchhaltung.

Beim CHIREC lief die Einführung in Etappen: zuerst die Leitung und zwei Ansprechpersonen für den Alltag, danach Planeinsicht und Wünsche für alle, mit Unterstützung für Ärztinnen und Ärzte, denen digitale Werkzeuge weniger liegen (Fallstudie, Mai 2025).

Aus der Praxis

25 bis 30 Ärztinnen und Ärzte, 40 000 Notfallkonsultationen im Jahr: Die Notfallstation des Hôpital de Braine-l’Alleud (Groupe CHIREC, Belgien) plant mit Momentum (Fallstudie, Mai 2025). Insgesamt planen mehr als 250 Gesundheitseinrichtungen an über 1000 Standorten in 9 Ländern mit Momentum, seit mehr als 15 Jahren.

Häufige Fragen

Plant Momentum Schichten, Bereitschaft und Pikett auf derselben Notfallstation?

Ja. Schichten, Bereitschaftsdienst im Spital und Hintergrund auf Pikett legen Sie als eigene Dienstlinien an, jeweils mit eigenen Regeln und Zählern. Ihre Ruhezeitregeln werden bei der Planerstellung angewandt.

Wie viele Stunden pro Woche dürfen Assistenzärztinnen und -ärzte arbeiten?

Höchstens 50 Stunden (Art. 9 Abs. 1 Bst. b ArG), Pflichtweiterbildung eingerechnet (Art. 13 Abs. 4 ArGV 1). Überzeit ist nur ausnahmsweise erlaubt, höchstens 140 Stunden im Kalenderjahr (Art. 12 Abs. 2 ArG).

Gilt das Arbeitsgesetz auch für Kaderärztinnen und Kaderärzte?

In einem Spital, das dem Arbeitsgesetz untersteht, gilt es für alle Ärztinnen und Ärzte ausser jenen mit höherer leitender Tätigkeit (Art. 3 Bst. d ArG), laut SECO in der Regel Chefärztinnen und Chefärzte. In öffentlichen Spitälern, die vom Gesetz ausgenommen sind, gelten seine Arbeits- und Ruhezeitvorschriften nur für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte (Art. 4a ArGV 1).

Kann Momentum eine 42+4-Stunden-Woche abbilden?

Verträge, Pensen und Stundenkonten führen Sie in Momentum, und die Regeln Ihrer Klinik werden bei jeder Planerstellung angewandt. 42+4 ist ein Modell des VSAO: im Durchschnitt 42 Stunden Dienstleistung rund um die Patientenbetreuung und mindestens 4 Stunden strukturierte Weiterbildung pro Woche. Mehrere Spitäler haben es eingeführt oder führen es schrittweise ein; gesetzlich gilt die Grenze von 50 Stunden (Art. 9 Abs. 1 Bst. b ArG).

Wie lässt sich eine faire Verteilung der Nächte belegen?

Mit Zählern: Jede Nacht, jedes Wochenende und jeder Feiertag wird je Person gezählt und auf das Pensum bezogen. Momentum verteilt nach Ihren Regeln, und das ganze Team sieht dieselben Zahlen.

Wie läuft die Einführung?

Gemeinsam mit einer Projektleiterin oder einem Projektleiter von Momentum legen Sie Dienstlinien, Regeln, Pensen und Verträge an, und die ersten Pläne entstehen mit Begleitung. Beim CHIREC begann es mit der Leitung und zwei Ansprechpersonen; die übrigen Ärztinnen und Ärzte folgten (Fallstudie, Mai 2025).